Große Experimente der Psychologie: Der Stroop-Effekt

Versuchen Sie doch bitte einmal das folgende: Schauen Sie auf das Bild links und lesen Sie einfach mal für sich selber, gerne auch laut die Wörter vor die dort stehen. Im zweiten Durchlauf benennen Sie bitte die Farbe in der das Wort geschrieben wurde. Ihnen wird auffallen das letzteres deutlich schwerer ist, als der erste Durchgang. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gerade den Stroop-Effekt erlebt!

Ist es nicht erstaunlich, wie eine, von uns auf den ersten Blick als leicht eingestufte Aufgabe, uns ins Stocken bringen kann?.

So ist es auch mit unseren Verhaltensmustern. Der uns vertraute Weg, das Alte uns schon lange vertraute Verhalten, geht uns total leicht von der Hand. Wir reagieren und handeln, ohne groß nachzudenken.  Doch die kleinste Abweichung von unserem Muster verwirrt uns. Läßt uns ins Stocken kommen. Wie denn nun ?? Gelb sollte doch wohl auch in gelber Farbe wiedergegeben werden. Wieso ist gelb denn blau??

Und weil wir hier keine logische Antwort finden, stolpern wir darüber.
Genausowenig können wir ein einmal eingespieltes Verhalten- oder Glaubensmuster nicht so ohne weiteres ändern. Allein der Wille ist uns da keine Unterstützung. Erst wenn wir verstehen, warum das Wort Rot in blauer Farbe geschrieben ist, quasi was der Urgrund, die dahinterliegende Thematik ist, dann und erst dann, wird es möglich werden leicht und fließend durch das obige Experiment zu gehen. Oder anders gesagt: Es ist leicht  ein altes Verhalten aufzugeben bzw. zu verändern, wenn der auslösende Grund, warum man so handelt/ reagiert wie man handelt/reagiert bekannt ist. Und das können Sie ohne großen Aufwand in einer Rückführung aufdecken und erfahren.